Verkehrsmodell

Das Verkehrsmodell kann man als "Herzstück" bezeichnen, weil die Höhe aller anderen Auswirkungen abhängig sind von der Prognose, wie stark der Verkehr durch den Bau des "Stadttunnels Feldkirch" zunehmen wird. Kommt das Verkehrsmodell also zu einem falschen Ergebnis, stimmen auch alle anderen Aussagen zu möglichen Auswirkungen nicht. Wird die Verkehrszunahme zu niedrig angesetzt, dann sind auch die Prognosen zur Luft- und Lärmbelastung zu niedrig.

Dementsprechend heißt es im Bericht zum Verkehrsmodell: "Für die Phase der Umweltverträglichkeitsprüfung sind nun zahlreiche Nachweise zu führen, deren Basis die Verkehrszahlen sind. Deshalb ist hier ein hoher Genauigkeitsgrad anzustreben." (TP 03.01, Seite 10)

Doch genau diese Genauigkeit wird bemängelt. Das Verkehrsmodell kommt zu einem falschen Ergebnis, weil es...

  • ohne den Kapazitätsengpass Bärenkreuzung rechnet.
  • die Prognose bereits bei Tunnelfertigstellung 2025 endet.
  • einen geringen Reisezeitgewinn annimmt
  • keine Szenarien rechnet
  • die Siedlungsentwicklung nicht berücksichtigt
  • die gleiche Entwicklung für Leicht- und Schwerverkehr annimmt. Mehr... 

Im Ergebnis kommt das Verkehrsmodell zu sehr geringen Verkehrszunahmen, was wiederum dazu führt, dass die Umweltauswirkungen bereits kurz nach den Tunnelportalen vernachlässigbar klein sind.