Wirtschaftlichkeit

Bevor eine große Straßenneubaute gebaut werden kann, muss eine Zweckmäßigkeitsprüfung durchgeführt werden. In dieser ist nachzuweisen, dass das Projekt wirtschaftlich ist und die Risiken beherrscht werden. Laut Projekt-Bericht lohnt sich der Stadttunne. Das Agglomerationsprogramm Werdenberg-Liechtenstein spricht hingegen von "kein Nutzen für die Region".

Kosten-Nutzen-Analyse in den Unterlagen

Die in den Projekt-Unterlagen enthaltene Kosten-Nutzen-Analyse basiert auf dem umstrittenen Verkehrsmodell. Die Bewertung erfolgt also auch hier zu dem Zeitpunkt 2025, an dem die höchsten Entlastungen für Anrainer und Umwelt erwartet werden. Das maximiert natürlich auch den Nutzen und hilft dabei, das Projekt zu begründen:

Die schnellere Reisezeit - laut Verkehrsmodell 2 Minuten - ist laut Kosten-Nutzen-Rechnung der wesentliche Grund, weshalb sich das Projekt für Vorarlberg rechne. Für den Geschäftsverkehr werden Kosten von 30 Euro je Stunde Fahrtzeit angenommen, für den Arbeitsverkehr sind es 11 Euro je Stunde und den Freizeitverkehr 8 Euro je Stunde. Für den LKW-Fahrer beträgt der Stundensatz 4 Euro. Der Wert dessen, dass alle 2 Minuten schneller am Ziel ankommen, betrage etwas mehr als 5 Millionen Euro pro Jahr.

Weil die Tunnelstrecke 1 km kürzer ist, werde trotz des Mehrverkehrs der Treibhausgasausstoß jährlich nur um 6,6 Tonnen CO2 zunehmen, was nur 330 Euro pro Jahr koste.

Kein Nutzen laut Agglomerationsprogramm

Im Synthesebericht des Agglomerationsprogramms Werdenberg-Liechtenstein, in dem die Stadt Feldkirch als Beobachter teilnimmt, steht auf Seite 96: "Für die Agglomeration Werdenberg-Liechtenstein bringt diese Maßnahme keinen Nutzen."